Montag, 26. Oktober 2009

Ein komplettes MTB Wochenende

Das letzte Wochenende stand komplett im Zeichen der Mountainbikefahrer.


Zuerst hatten wir eine Radsportgruppe aus Hessen zu Gast. Die 8 Herren buchten natürlich einen Tourguide dazu, für den mein Bruder Benjamin herhalten musste. Dieser hatte auch aufgrund einer Fußverletzung Anfang der Woche etwas Zweifel, ob er mit der Gruppe mithalten könne, doch ich kann es schon vorweg nehmen, dass alles glatt lief und die Herren auch ihren Spaß hatten. Es war die härteste Tour, die er je mit Gästen gefahren ist. Die MTBler der Radsportgruppe waren topfit und besonders in einem Fall "schmerzfrei" --> nach der Tour wurde der Längste der Truppe zu einem Arztbesuch überredet, da er sich aufgrund eines Sturzes bei einer Abfahrt verletzt hatte. Ich fuhr ihn zur Ambulanz, worauf hin er mit Nadel und Faden behandelt wurde. Am nächsten Tag saß er wieder auf seinem MTB als sei nichts gewesen. Vielleicht bin ich aber auch nur eine Memme :o) Die Tourdaten: 5:42 h Fahrzeit mit Pausen (nicht wirklich logisch), 60 km bei 1.400 Höhenmetern inkl. Singletrails.

Am Sonntag war ich mal wieder nach 4-wöchiger Pause auf dem MTB. Das Ausflugslokal in der Hanskühnenburg auf 811m Höhe schließt vorerst seine Tore ... also ein Grund zum Abschluß noch mal hoch zu fahren. In einer 6er-Gruppe starteten wir unsere Tour. Wir ließen es langsam angehen, also weit entfernt von der o.g. Radsportgruppe. Schließlich mußte ich von 213m über eine Strecke von 15km auf 811m hochfahren. Das Wetter war toll und zwischendurch kam sogar die Sonne heraus. Um weiteren Verletzungen vorzubeugen, trug ich diesmal einen MTB-Brustpanzer und da an diesem Tag eine Sternfahrt zur Hanskühnenburg (folgend HKB genannt) geplant war, nahm ich auch noch meine SLR-Kamera mit. Ich kann Euch sagen, dass der Rucksack immer schwerer wurde. Nach den ersten Kilometern merkte ich bereits das Essen vom Vorabend in meinem Magen. Muttern's Krautwickel waren einfach zu gut, dass man nicht einfach ein Paar mehr davon äße (?). Egal weiter ... nach 12 km war ich fertig ... die beiden Mädels aus meiner Gruppe fuhren mich auch in Grund und Boden, so dass ich mich nach hinten absetzte ("abfallen lassen" hört sich nicht so gut an) und mich mit 2 Wanderern unterhielt. Die legten ein für mich nettes Tempo vor. Nach 14.79km hatte ich um 12:51 Uhr das Zwischenziel HKB erreicht. Die letzten Meter waren eine Qual. Oben gab's dann Schokoriegel und mal wieder ein alkfreies Hefe als Belohnung. Die Wirtschaft war gut besucht und es standen einige MTBs vor der Tür. Nach 40minütiger Pause ging's bergab nach Hause ... dachte ich. Nach einer schönen Abfahrt wurde ein für mich neuer Weg gefahren ... wir radelten wieder hoch auf einer Drecksstraße, auf der Harvester und Holzrücker ihr Unwesen trieben. Hatte ich eine Wahl ? Nein. Die Abfahrt nach Osterode war rasant ... für Kai zu rasant, denn er machte genau vor mir einen großen Satz vom MTB. Zum Glück stand er wieder auf und konnte weiter fahren. Um 14:43 Uhr war die Tortour zu Ende. Eine qualvolle aber schöne Tour und mir tut heute ALLES weh ! Mit dem Foto in der HKB möchte ich Euch nur meinen Brustpanzer präsentieren ... aber irgendwie sieht man da schon, dass ich völlig platt war und kaum die Halb-Liter-Klasse stemmen konnte. Die Tourdaten: 3:45h Fahrzeit, 30km bei 660 Höhenmetern.

Donnerstag, 24. September 2009

Zwangspause

Leider ist zur Zeit erstmal Post-Pause bzw. KTM / MTB freie Zeit, denn letzte Woche bin ich mit dem MTB blöd auf feuchten Steinen weggerutscht und gefallen. Dann gab's eine Art Lenkerrückschlag ... genau in den Brustkorb. aaarrrgggghhhh.....

Die Einschlagstelle ist jetzt gelb-blau-violett und mir tut mein ganzer rechter Brustkorb weh. Bitte sendet mir eine Tüte Mitleid. Also ist mit 2-Rad-Fahren grad Pause.

Das ganze ist natürlich wieder der Anstoß, über Schutzkleidung beim MTB-Fahren nachzudenken. Ich trage hier lediglich den Fahrradhelm, obwohl man eigentlich eine Vmax von 60 km/h erreicht. Ist das nicht leichtsinnig ? Ich hätte natürlich die Motorrad-Kleidung tragen können, die den Stoß zum großen Teil abgefangen hätte ... aber tot schwitzen will ich mich auch nicht. Also muss der Mittelweg ran ... und den suche ich gerade. Schaut man sich aber die MTB-Protektoren an, kommen sie einem ziemlich bekannt vor ... MX (Motorrad) und z.B. Downhill MTB-Equipment sind (nahezu) identisch. Also suche ich weiter. Ich leg mich jetzt wieder hin. *heul*

Sonntag, 16. August 2009

Karst-"Wander"-Weg .... Teil 2

Letzten Freitag ging's in die 2. Runde Karstwanderweg mit dem MTB. Es wurden schöne 30 km in den Abendstunden und nun habe ich einen kompletten Track mit ein Paar netten Aussichtspunkten, 2 Biergärten und über 600m Höhenmeter bei ständigem auf und ab.

Gegen Ende der Tour war ich leider so platt, dass ich das langersehnte bleifreie Hefeweizen nicht mehr runterbekommen habe. War vielleicht auch besser so. Nächsten Donnerstag kommt die nächste große Runde, mal sehen, wo es uns da hinverschlägt. Foto: Blick vom Rosenberg runter nach Schwiegershausen.

Sonntag, 9. August 2009

MTB - Familientour

Der Sonntag ist nun wirklich der Mountainbike-Tag geworden. Geplant war nichts großes, da mir immer noch der Freitagabend in den Knochen steckte (über 200 Gäste auf der Terrasse und im Restaurant). Bei einer netten Einladung zum Weißwurstfrühstück ... ich war wohl der einzige , der aus Faulheit die Pelle mitgegessen hat .... suchten wir die Mitfahrer zusammen. Es wurde eine Familientour.

2 Stunden später ging's dann los. Entlang der Söse und des Gipsabbaus ging's über Badenhausen nach Förste. Teilweise recht große Pfützen und weißer Modder, aber meine 6-jährige Nichte meisterte die Strecke mit Bravour. Nach einer Pause am Förster Kiesschacht führte uns der Weg hoch zur Pipinsburg. Hier war das erste mal Kindermotivation angesagt ... also einigten wir uns auf einen Spielplatzbesuch nach der Tour in Osterode und die Scho-ka-kola zwischendurch trieb alle zu Höchstleistungen. Nach einer schwierigen Abfahrt vom Ührder Berg zum Jahnstadion erreichten wir nach 18,5 km den Spielplatz.


Bis auf einen kleinen Singletrail, auf dem Brennnessel den Kindern Tränen in die Augen trieb, war die Strecke absolut familientauglich und auch ich hatte meinen Spaß.

Mittwoch, 5. August 2009

Downhill "Auf dem Acker"

Nach dem Motto "Alle Wege" führen zur Hanskühnenburg, starteten wir gestern Abend eine entspannte Downhill-Strecke von Stieglitzeck nach Osterode. Downhill hört sich schon toll an .. so richtig "actionreich" und sportlich. Wir wollten aber ursprünglich locker den Berg runterrollen. So einfach wurde es nicht. Geplant war der Ackerweg, doch schon gleich zu Beginn schauten wir einfach auf die Hanskühnenburg Ausschilderung und waren somit von Anfang an auf dem falschen Weg. Nach 2-3 km kam dann der Hinweis "Wanderer nur mit festem Schuhwerk" ... das erinnerte mich an den nassen Weg direkt hinter der HKB ... vor ein Paar Wochen bin ich den blöderweise hochgefahren was letztendlich alles andere als spaßig war. Gleiches erwartete uns gestern. Die Strecke "Auf dem Acker" entpuppte sich als groß-steinig, nass und moorig ... aber zum Glück ging es bergab.

Kurz vor dem Auerhahnplatz hatte der steinige Trail dann ein Ende. Nun ging es geschottert bergab und wir konnten endlich die frische Luft, das schöne Panorama und die Abendsonne bergabrollend geniessen. Ja, so zwischendurch kamen noch ein Paar kleinere Anstiege, aber die sind nicht weiter zu erwähnen. Es waren nette 22km, welche wir dann mit einer Runde Dosenbier besiegelten.

Samstag, 1. August 2009

Karstwanderweg im Stadtgebiet Osterode


Diese Woche habe ich ca. 1.000 KM auf den Katis verbracht und dabei natürlich ganz und gar nichts für die Fitness getan. Also wurde wieder das Mountainbike aus der Garage geholt und los ging's. Geplant war ein Teil des Karstwanderweges. Am Südrand des Harzes erstreckt sich ein 100km langer Streifen, in dem die Gesteine des Zechsteins an die Oberfläche treten. Er reicht von der Kreisstadt Osterode am Harz im Westen über Nordhausen bis Sangerhausen im Osten. Natürlich wollte ich nicht den kompletten Weg fahren, sondern nur einen Teil im Stadtgebiet Osterode. Der Anfang war mir bereits bekannt, da er dem Rundwanderweg (siehe unten) gleicht. Ein Zwischenziel war dann die Ortschaft Förste, wo ich mal wieder die Förster Quelle sah. Die Ortsdurchfahrt geht recht flott und anschließend führt die Route in den Lichtenstein. Ein wirklich tolles Gebiet !!!



Den höchsten Punkt bildet die Burgruine Lichtenstein aus dem 15. Jahrhundert. Allerdings ist hier nicht mehr viel zu sehen, aber für eine kleine Rast ist der Burggarten (Foto) bestens geeignet. Vorbei am Gipstagebau führt eine Schotterpiste ins schöne Stadtdorf Ührde. Hier kann man übrigens bei Jörg Sindram sehr nett einkehren. Weiter geht's über den ehemaligen Truppenübungsplatz, auf dem ich selber vor knapp 15 Jahr gekämpft habe, rüber zum Rötzel - Beierstein - Hainholz. Ein sehr schönes Flora- und Faunagebiet. Da stört es auch nicht, wenn der Weg vor lauter Gras kaum zu erkennen ist. Leider traf ich auf einen für Fahrräder gesperrten Pfad ... ich schob das Bike bzw. fuhr langsam. Angekommen in Düna freute ich mich auf die Abfahrt zurück ins Hotel. Es waren knapp 30 Km ... schönes Wetter und eine tolle Landschaft.

Anmerkung: Wer den Weg auch einmal gehe möchte, sollte unbedingt eine Karte oder ein Navi mitnehmen. Die Ausschilderung des Karstwanderweges ist zwar in einem recht neuen Zustand, aber leider nur spärlich. Ich selber vergas die Batterie meines Garmins aufzuladen ... im Lichtenstein war ich dann verloren ... nein ... ich fand den Weg aufgrund meiner Ortskenntnis ... aber ein Auswärtiger wäre aufgeschmissen gewesen.

Morgen geht's dann wieder auf's Motorrad ... werde wohl ein Paar Verrückte am Kyffhäuser fotografieren.

Montag, 20. Juli 2009

Was für ein Juli-Wetter !

Sonntag, morgens 10:00 Uhr, es ist leicht bewölkt und das Niederschlagsradar läßt auf eine trockene Motorradtour hoffen. Also rein in die Klamotten die orangenen Katis aus der Hotelgarage geholt, getankt und auf den Hof gestellt. Und von jetzt auf gleich öffnete der Himmel seine Tore und der Regen setzte ein. Wir wollten nicht gleich komplett aufgeben und fuhren eine kleine Runde, doch der Spaß hielt sich bei Regen in Grenzen. Was ist das dieses Jahr nur für ein blödes Juli-Wetter !!!

So, jetzt fangt nicht an zu lachen, aber nachmittags wurde dann noch mal das Moutainbike herausgeholt. Ich weiß, das soll hier ein Motorradblog werden und ich schreibe hier fast schon mehr über meine MTB Touren. Es wird sich hoffentlich bald ändern.



Gegen 16:00 Uhr sind wir zu fünft vom Hotel aus gestartet. Geplant war eine Tour zur Sösetalsperre, ein kleiner Abtecher zum Jagdhaus, hoch nach Buntenbock und abwärst zurück zum Hotel. Irgendwie ist beim MTB Fahren das mit dem Wetter genau entgegengesetzt --> je schlechter das Wetter, um so mehr Spaß hat man ... ja, ist vielleicht etwas übertrieben. Los ging es. Am Anfang konnte ich den 4 Jünglingen noch etwas folgen, doch später haben sie mich abgehängt. Aber kein Problem, meine interne Ausrede des Alters und des höheren Gewichts hielt mich bei Laune. Ich kürzte dann etwas ab, doch Anstieg zum Hermannsplatz verlangte alles von mir ab. Blöderweise nahm ich diesmal anstatt meines Trinkrucksacks einen Rucksack inkl. Kamera mit. Was für ein Fehler. So kurz vor Buntenbock haben wir 5 kaum ein Erdloch ausgelassen und sahen am Ende aus wie die Schweine ... ähm grinsende Schweine. Eine spaßige Tour, auch wenn mir danach alle Knochen schmerzten.




Vielen Dank an die 4 Begleiter Anja, Maik, Sven und Benni, vor allem für deren Geduld (mussten doch schon ab und zu auf mich warten und kleine Fotopausen über sich ergehen lassen). Und zum Abschluß: "Ja Holzi, dieser Single Trail, bei dem ich gefühlt schneller als mein MTB war, fühlte sich bei mir wirklich wie 20 Liegestütze an".

P.S.: Nachdem es übrigens zwischendurch immer wieder mal regnete, schien auf der Abfahrt die Sonne !